ART Galerie Bamberger

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Antiquitäten – Tipps zum Kauf und Verkauf

Früher oder später steht in jeder Wohnung eine Renovierung an. Dann müssen Hausbesitzer und Mieter überlegen, welche Möbel weichen müssen, um Platz für Neue zu schaffen. Gerade von Antiquitäten trennen sich die wenigsten Menschen gerne. Der Grund dafür ist einerseits die Bedeutung des Stücks, welches womöglich von einer geliebten Person geerbt wurde oder sich seit Jahren in der Familie befindet. Ein weiterer Grund ist die Unwissenheit über den Wert des Gegenstands.

Vor dem Verkauf sollten sich Betroffene nocheinmal genau überlegen, ob sie den Gegenstand wirklich verkaufen möchten. Womöglich steckt ein sentimentaler Wert in der alten Schmuckkiste der verstorbenen Oma, den man erst zu schätzen lernt, wenn der Gegenstand weg ist.

Was sind Antiquitäten?

Antiquitäten sind wertvolle Gegenstände, die mindestens 100 Jahre als sind. Jeder Gegenstand kann als Antiquität angesehen werden, sei es ein Stuhl, ein Messer oder ein Schrank. Antiquitäten werden nicht alleine durch ihr Alter wertvoll: Ihre Seltenheit und Beliebtheit spielt ebenfalls eine große Rolle. Das können durchaus auch Dinge sein, die früher alltäglich waren – etwa ein Esstisch.

Je nach Definition gibt es zum Teil Unterschiede, wie alt ein Gegenstand sein muss, um als Antiquität durchzugehen. Autos werden bereits ab 25 Jahren zum Oldtimer. Viel wichtiger als das Alter ist Zuordnung der Epoche. Viele Sammler besitzen Schwerpunkte, sodass ihre Sammlung stilistisch zueinanderpasst und sich gegenseitig ergänzt. Epochen lassen sich aber nicht immer eindeutig bestimmen. Teilweise gehen sie fließend ineinander über oder es gibt keine einheitlichen Unterschiede. 

Wert von Schmuck und Porzellan erkennen 

 Altes Porzellan und Schmuck werden oft an nachfolgende Generationen vererbt und können mit etwas Glück für einen echten Geldsegen sorgen. Auch hier gibt es einiges zu beachten, bevor Sie zu einem Schätzer gehen.

Insbesondere historischer Schmuck kann Ihnen eine Menge Bares einbringen. Wie bei alten Möbelstücken wurde auch hier früher meist in Handarbeit gefertigt. Punzen geben oft Aufschluss über den Feingehalt von Edelmetallen und den Hersteller, Gravuren lassen ebenfalls Rückschlüsse auf die Epoche ziehen. Tipp: Wenn Sie keine Lupe zur Hand haben, um kleine Prägungen genau zu erkennen, kann die Kamera Ihres Smartphones auch zur Vergrößerung dienen. 

Diamanten, Saphire und andere Edelsteine sind bei antikem Schmuck immer passgenau eingefasst statt geklebt. Bei der Bewertung der Edelsteine selbst sollten Sie allerdings besser Fachleute zurate ziehen – für Laien lassen sich etwaige Fälschungen kaum als solche erkennen.

Wertvolles Porzellan zeichnet sich durch seine Lichtdurchlässigkeit aus, die bei Keramik fehlt. Auch beim Geschirr sind Markenzeichen von bekannten Manufakturen ein gutes Indiz für den etwaigen Wert. Handgemalte Motive wie das berühmte Zwiebelmuster des Meißner Porzellans sind nach wie vor gefragt. 

Tipps für den Verkauf

 Mit dem An- und Verkauf von antiken Möbeln beschäftigen sich nicht nur viele Sammler, sondern auch spezialisierte Unternehmen. Vor dem Verkauf sollten Verkaufswillige sichergehen, dass sie den ungefähren Wert des Gegenstandes kennen. Ohne professionelle Hilfe ist dies natürlich nicht möglich. Wer jedoch auf diese Hilfe verzichtet, riskiert, einen womöglich sehr wertvollen Gegenstand quasi zu verschenken.

Genauso wichtig wie Informationen zum zu verkaufenden Stück ist sein optischer Zustand. Mit vorhandenen Mitteln, also ohne Geld zu investieren, sollte der Gegenstand in den bestmöglichen optischen Zustand gebracht werden. Die Investition in eine Aufbereitung eines Gegenstandes ist nur dann sinnvoll, wenn eine nennenswerte Wertsteigerung möglich ist.